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"Malerei verwandelt den Raum in Zeit, Musik die Zeit in Raum."
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929, österreichischer Schriftsteller,
Dramatiker, Lyriker und Librettist)
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Konzert der Musical-Tenors Die Formation Musical-Tenors wurde von Andreas Luketa (Sound of Music) ins Leben gerufen und besteht aus vier gutaussehenden, ausdrucksstarken und stimmgewaltigen Herren, die zu der Creme-de-la-Creme der hiesigen Musical-Szene gehören: Christian Alexander Müller, Jan Ammann, Mark Seibert und Patrick Stanke. Das erste Konzert fand am 30. Oktober 2010 im Ebertbad (Oberhausen) statt. Es folgten insgesamt weitere 7 Konzerte in Essen Oberhausen, Stuttgart, Wien… Ich hatte die Ehre die Premiere erleben zu dürfen und kann ihnen diese Konzerte nur ans Herz legen. Gefüllt wird der Abend mit einer Mischung sehr unterschiedlicher Songs. Es wechseln sich ergreifende, emotionale Songs mit rhythmisch betonten oder kraftvollen Stücken ab. Der größte Teil des Abends dreht sich natürlich um den Bereich Musicals, in dem die Herren zuhause sind. Dort werden Blocks einzelner Musicals gebildet. Ergänzend wurden z. B. bekannte Songs aus dem Rock/Pop-Bereich eingefügt. Paul Kribbe gestaltete eine Choreographie bzw. die Interaktion im Einklang mit den Stimmungen der einzelnen Themen, die für die Künstler teilweise zuerst ungewohnt schien und erst mit der Zeit etwas gelöster umgesetzt wurde. Genau diese Natürlichkeit der doch so unterschiedlichen Persönlichkeiten machte den Abend noch mehr zu einem Genuss. Viele Stücke wurden von allen vieren gemeinsam interpretiert. Dazwischen gab es verteilt Soli der einzelnen Künstler. Überwältigend in der Harmonie waren Arrangements bei denen die Stimmen übereinander gelegt wurden. Die wunderschöne Ballade „No more words“ sowie „Closer to Heaven“ aus Gaudi bekamen eine völlig neue Klangform, die unter die Haut ging. Es war berührend und tief entspannend zugleich. Sehr intensiv waren natürlich die Stücke, mit denen ein Künstler innerlich tief verwachsen ist und in die er bei seiner Interpretation vollständig eintaucht. Ich persönlich habe die Momente sehr genossen in denen der letzte Ton verklungen war und ein ganz kurzer Moment ergriffene, vollkommene Stille herrschte. Das sind die einzigartigen Momente, die man nicht beschreiben kann. Gleichzeitig zeigten die Herren sehr viel Humor im Umgang miteinander und waren sich nicht zu schade auch Choreographien in Verkleidung darzubieten, die zu Lachflashs im Publikum führten. Wer sagt, dass Tenöre immer seriös und ernst sein müssen. Weibliche Unterstützung war durch die Flamenco-Tänzerin Ana Maria Escoz Corbacho gegeben, die von den Tenören zu dem Song „Maria“ aus der West Side Story angebetet wurde. Am Premierenabend war Carin Filipčić als Überraschungsgast dabei. Eine sehr sympathische, einfühlsame Künstlerin. Alles in allem war die Stimmung dieses außergewöhnlichen Abends sehr warmherzig und offen, die Künstler sehr natürlich und mit Leidenschaft und Freude bei der Sache. Ein Genuss… Seit Herbst 2011 sind die vier "Jungs" mit einem leicht veränderten Programm unterwegs...es stehen für dieses Jahr noch 2 Konzerte aus und zur Zeit sind die Vorstellungen ausverkauft...Zu schade, denn auch das "neue" Programm ist wieder einzigartig und die zahlreichen Konzerte haben eine gewisse Routine gebracht, die sich sehr positiv in einem sehr entspannten, vertrauten und humorvollen Umgang untereinander und auch mit dem Publikum äußert. Achja...und 2011 kam die erste Cd der Tenöre auf den Markt, eine recht vielseitige Mischung, die berührt, mitreißt und teilweise ein amüsantes Schmunzeln erzeugt...einige Titel werden mehrsprachig gesungen, was einen besonderen Reiz ausmacht. Mein persönlicher absoluter Favorit ist eine Hymne an die Musik "Vivo per Lei", bekannt in der Fassung gesungen von Andrea Bocelli (feat. Judy Weiss). |